Die Sonografie (Sonographie), auch Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin und wird sehr vielfältig eingesetzt. Sie wird zu diagnostischen Zwecken angewandt, als Vorsorgeuntersuchung, um den Verlauf einer Therapie zu kontrollieren oder sie beurteilen zu können.

Beim Ultraschall werden Schallwellen eingesetzt, die weit oberhalb der Hörschwelle liegen und vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden können. Ultraschall ist akustische Energie, welche in den Körper gesendet wird, dort reflektiert, am Sendeort wieder empfangen und als optisches Darstellung abgebildet wird.

Die „Übersetzung“ der Schallwellen in Bilder nennt man Sonographie, was für Zeichnen oder Schreiben mit Schall steht. Dieses Verfahren wird zur bildlichen Darstellung von inneren Körperstrukturen eingesetzt und zeigt seine große Stärke vor allem in der Weichteildiagnostik. Ultraschall ermöglicht eine schonende und schmerzfreie Untersuchung ohne Strahlenbelastung für den Patienten.

Einsatzgebiet

Bei uns wird Ultraschall zur Abbildung der Organe im Abdomen und Becken, der Schilddrüse, von Muskeln, Gelenken und von anderen Weichteilen eingesetzt. Zudem untersuchen wir mit Ultraschall das Venensystem der Beine (und selten auch der Arme) zum Ausschluss oder zur Bestätigung einer Venenthrombose. Zur genaueren Beurteilung des Blutflusses können mit der Farb-Doppler-Sonographie Informationen über die Strömungsrichtung, die Geschwindigkeit und Stärke des Blutflusses in den Gefässen gewonnen werden.

Vorbereitungen

Für eine sonographische Untersuchung bedarf es kaum Vorbereitungen. Wird der Bauchraum und Bauchorgane wie Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse untersucht, muss der zu Untersuchende nüchtern erscheinen, damit ausgeschlossen werden kann, dass Luft im Bauchraum (Blähungen) die Schallwellen ableitet.
Für eine Ultaschalluntersuchung des kleinen Beckens muss die Harnblase gefüllt sein, damit diese den Dünndarm aus dem Becken verdrängen kann. Vor Beginn des Scanvorgangs wird auf der Hautoberfläche der zu untersuchenden Region ein Kontaktgel aufgetragen, das verhindert, dass Luft zwischen Schallkopf und Haut die Schallwellen ableitet.

Die durchschnittliche Untersuchungsdauer liegt bei 20 bis 30 Minuten.

Kontraindikationen

Für eine Ultraschall gibt es keine Kontraindikationen, auch Schwangere und Stillende können problemlos untersucht werden.

Prinzipiell schwierig zu untersuchen sind gashaltige oder von Knochen verdeckte Organe und Strukturen wie zum Beispiel die Lunge, der Darm oder Hirn und Rückenmark. Auch sind die Auflösung und der Kontrast der abgebildeten Gewebe oft nicht groß genug, so dass die Diagnose durch detailreichere Verfahren (MRT, CT) oder Gewebeentnahmen bestätigt werden muss.